Historisches

Die Ortsgemeinde Salmtal entstand am 07.06.1969 im Zuge der Gebietsreform aus den beiden Dörfern Dörbach und Salmrohr.

SalmrohrDörbach

Nach einer in Trier zu Anfang des 11. Jahrhunderts entstandenen geschichtlichen Darstellung schenkte König Dagobert (König von Austrasien, den östlichen Teil des Frankenreiches aus dem Geschlecht der Merowinger) der Trierer Kirche Rore.

In einem Verzeichnis der Trierer Abtei Sankt Martin wird ein „Rore juxta Selchheim" genannt, was bedeutet „Rore bei Sehlem". Im Mittelalter saßen die Herren von Esch auf ihrer großartigen Burg und ließen sich von den Salmrohrern den „Zehnten" entrichten. Ferner mussten die Salmrohrer die auf ihrer Gemarkung liegenden Felder der Herren von Esch unentgeltlich bebauen, die Burgwiese in Esch mähen und das Heu einscheuern. Dafür bekamen sie von dem Hofmann in Esch die Kost.

Die Geschichten von den Escher Fröschen und den Salmrohrer Mistfahrern sind noch in lebhafter Erinnerung.

Bereits in früher Zeit führten sowohl die Kunststraße von Trier nach Koblenz als auch ein vorgeschichtlicher Höhenweg von Norden nach Süden über Plein, Wittlich, Klausen nach Neumagen und schneidet Salmrohr auf der „Langduhn". Dieser Weg wird heute noch als Wallfahrtsweg nach Klausen benutzt.

1294 überwies Odo von Esch dem Kloster St. Thomas vier Walter Roggen auf dem Zehnten zu Salmenrore.

1488 genehmigte Erzbischof Werner von Falkenstein, dass sein „Kammerknecht" Wygand von Esch seine Frau Grete aus die Salmenrorer Renten bewitthumen dürfe.

1592 ließ Erzbischof Johann VII das „Wirtshaus zu Salmenrore" verpachten. Später hatten die Abteien Mettlach und Hemmerode Güter zu Salmrohr. Salmrohr war früher nach Sehlem eingepfarrt, ab 1803 bildete Salmrohr und Dörrbach eine eigene Pfarrei.

Das erste uns bekannte Dokument über die Entstehung Dörbachs ist eine Handschrift, in der Udekin von Esch im Jahre 1250 dem Kloster St. Thomas für die ihm erblich überlassene Mühle in Platten eine Kornernte aus seinem Zehnten in Derinbach überweist.

1295 übergab Ritter Eberhard von Esch das Dorf in der Derinbach der Abteil Himmerod zu Lehen. Himmerod musste dafür die Palmen für Palmsonntag und den Jahresbedarf an Hostien für Dörbach liefern. Um diese Zeit musste Dörbach je 1/3 seines Zehnten an den Erzbischof von Trier, an das Kloster Clausen und den Pastor von Sehlem, zu dessen Pfarrei Dörbach gehörte, entrichten. Im Laufe des Mittelalters hat Dörbach öfters seinen Besitzer gewechselt.

1336 - 1341 Durrimbach = dürrer, trockener Bach.

1492 ging die Mühle durch Schenkung bzw. Stiftung an das Kloster Clausen über, dass 1548 durch Vertrag den ganzen Ort von verschiedenen Grundherren für 445 Goldflorin käuflich erwarb. In diesem Vertrag wurden auch die heutigen Gemarkungsgrenzen in etwa festgelegt. In seinem Visitationsbereich vom Jahre 1569 wird zum erstenmal die St. Gangolfskapelle erwähnt, deren Turm 1656 einstürzte.

1613 wurde Dörbach von der Pest schwerstens heimgesucht, es starben damals 66 Einwohner der Gemeinde an dieser Seuche. Auch der 30- jährige Krieg verschonte Dörbach nicht.

1684 hatte sich der Ort soweit erholt, dass 16 Feuerstellen vorhanden waren. Gegen 1780 war ihre Zahl auf 28 mit 146 Einwohnern angestiegen.

1820 gehörte Dörbach zum Gerichte Hasborn, wie eine Urkunde des Erzbischofs Otto von Ziegenhain über die Verpachtung des Hofes zu „Dorrenbach im Gericht von Haspurn" beweist.

 Weitere Informationen zur Geschichte von Dörbach und Salmrohr finden Sie
...im Kreisarchiv des Landkreises Bernkastel-Wittlich:

www.bernkastel-wittlich.de

Claudia.Schmitt(at)bernkastel-wittlich.de

...in der Herausgabe: "Wittlich Land - Geschichte einer Verbandsgemeinde zwischen Eifel und Mosel", zu beschaffen bei Verbandsgemeinde Wittlich Land