20 Jahre Partnerschaft „Salmtal – Gernrode (Eichsfeld)“

Freitags Mittags fuhren knapp 70 Salmtaler Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Bürgermeister Reinhard Berg voller Erwartungen nach Gernrode los. Nach einer guten Fahrt mit wenig Stau und einer guten Getränkeversorgung durch den Musikverein Salmtal-Dörbach kamen wir gegen 20:30 Uhr in unserer Partnergemeinde an und wurden auf's herzlichste willkommen geheißen. Hätte nicht das Hotel in Worbis gewartet, wäre es sicherlich ein längerer Abend geworden. Doch auch so wurde im kleinen Saal gemütlich gegessen und getrunken und sehr viel erzählt, wie das bei einem Wiedersehen meistens so ist.

Ein herzliches Willkommen im kleinen Saal
Ein herzliches Willkommen im kleinen Saal

Die Unterbringung in der Sporthalle (für die Jugendlichen), in den Familien und nicht zuletzt im Hotel war bestens und so konnten wir frisch und munter den Samstag mit einem interessanten Ausflug zur KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora beginnen.

Gegen 17:00 Uhr trafen wir uns alle mit den Gernrödern und den Gästen aus der anderen Partnergemeinde Tiftlingerode auf dem neuen Festplatz um gemeinsam eine Linde im neugestalteten Park zu pflanzen, die noch lange an das 20 jährige Jubiläum der deutschen Einheit und der Partnerschaft Salmtal – Gernrode – Tiftlingerode erinnern soll. Umrahmt wurde dieser Festakt von gekonnten Beiträgen unseres Musikvereins Salmtal-Dörbach (unter Leitung von Daniel Horsch).

Die neu gepflanzte Linde

Nach einem anschließenden kleinen Imbiss im großen Saal ging der Abend dann nahtlos über in die Festveranstaltung. Abwechselnd mit den vereinigten Chören Gernrode/Tiftlingerode unter der Leitung von Rolf Berend bzw. Wolfgang Hahm gestaltete der erstmals in Gernrode auftretende MV einen anspruchsvollen musikalischen Rahmen. Unter begeistertem Applaus wurden am Ende auch noch Zugaben gefordert und bereitwillig gegeben. Zum Auftakt hatte Bürgrmeister Gerhard Hellrung die Gäste begrüßt. Anschließend brachte Festredner Rolf Berend (Europaabgeordneter a.D.) die Begeisterung der Nacht zum 3. Oktober 1990 und deren Konsequenzen in einer fesselnden Ansprache rüber, bevor dann die Gastbürgermeister Gerd Göbel (Tiftlingerode) und Reinhard Berg (Salmtal) ihre Grußworte sprachen. Den Abschluss der Grußworte machte Landrat Henning, der daran erinnerte dass es 1990 auch ganz anders hätte kommen können. Was friedliche Revolution heiße, sei der Zusammenbruch der DDR gewesen, ausgelöst durch Massenflucht und 'freies und lauteres' Reden der Dagebliebenen, die Anschluss finden wollten an Westdeutschland und Westeuropa. Diesen Anschluss habe man über menschliche Begegnungen gefunden, so Henning.

Der MV Salmtal-Dörbach unterhält beim Festakt

Bevor es dann zum gemütlichen Teil mit Tanzmusik ging, unterschrieben die drei Ortsbürgermeister noch die Jubiläumsurkunde und tauschten Geschenke aus. Bis nach 1 Uhr Nachts wurde gemeinsam kräftig gefeiert, dann fuhr der Bus mit einem kleinen Umweg über die Disco zum Hotel nach Worbis zurück.

Die Ortsbürgermeister unterschreiben die Jubiläums-Urkunde

Am nächsten Morgen besuchte eine Abordnung von uns um 10:00 Uhr das Hochamt in Sankt Stephanus (einer der größten und schönsten Kirchen im Eichsfeld mit wertvollem Barockaltar von 1654 und Deckenmalerei im Kirchenschiff), das ganz im Zeichen des Goldenen Kommunion-Jubiläums stand.

Anschließen trafen wir uns wieder im kleinen Saal und besichtigten dann die frisch renovierte Grundschule und den Kindergarten. Hier konnte man eindrucksvoll sehen, wie Gelder unter anderem aus den Solidaritätsbeiträgen sinnvoll investiert wurden.

Die neu renovierte Grundschule in Gernrode

Wieder zurück im kleinen Saal durften wir uns nochmals ausgiebig stärken, bevor dann der große Abschied kam. Viele waren sich einig, dass man schon in naher Zukunft wieder nach Gernrode kommen möchte. Dann vielleicht zur Kirmes der „Kirmesburschen Gernrode e.V.“, oder einem anderen größeren Fest. Für alle wird es jedenfalls wieder mal ein unvergessenes Erlebnis sein.

 

der Kindergarten St. Franziskus, Gernrode

Ulrich Junk (2. Beigeordneter)